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Poker-Odds-Rechner
Equity, Wahrscheinlichkeiten, ICM und Pot Odds an einem Ort

Gib zwei Hände ein und sieh sofort, wer gewinnt – danach Pot Odds, Outs, ICM-Deals, SPR, Turnier-M und Push/Fold-Ranges. Neun kostenlose Hold'em-Rechner, die überall dort exakt durchzählen, wo das schnell genug geht.

🎲 Equity🎯 Outs💰 Pot Odds🃏 Hand-Ranking📊 Starthand📐 SPR🏆 M-Ratio📈 ICM⚡ Push/Fold
Wähle einen Platz oder das Board und dann die Karten.

Deine Hand

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Gib jeder Hand 2 Karten (oder markiere einen Gegner als zufällige Hand).

Lass das Board für Preflop leer, oder gib ihm 3 (Flop), 4 (Turn) oder 5 (River) Karten.

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ICM-Guide

So nutzt du den ICM-Rechner – ein Bubble-Beispiel in 3 Minuten

Sagen wir, vier Spieler sind übrig und drei werden bezahlt (die Bubble). Die Stacks sind 60.000 / 40.000 / 30.000 / 20.000, die Preisgelder $500 / $300 / $200. Gib das in den Rechner ein und du bekommst für jeden Spieler den Chipanteil neben seinem echten Preisgeldwert (ICM):

SpielerChip %ICM %Diff.
🥇 Chipleader40,0%33,3%-6,7 Pkt.
🥈 2.26,7%27,2%+0,6 Pkt.
🥉 3.20,0%22,9%+2,9 Pkt.
4. (Short Stack)13,3%16,6%+3,3 Pkt.

Die Tabelle zeigt: der ICM-Wert des Chipleaders (33,3%) liegt unter seinem Chipanteil (40%), um 6,7 Prozentpunkte. Das ist keine Call/Fold-Schwelle. Mittelstacks tragen oft die höchste Risikoprämie; ein Leader, der sie covert, kann Druck auf Mittelstacks ausüben, wenn die Ranges es erlauben. Short Stacks sollten Calls sorgfältig wählen; ein Stack kurz vor dem Wegblinden ist eine Ausnahme. Entscheidend sind Stacks, Auszahlungen und Gegner, nicht das Vorzeichen allein.

ICM-Deal-Rechner

ICM-Deal-Rechner – was ein Final-Table-Deal wirklich wert ist

Jetzt sind noch vier Spieler übrig und reden über einen Deal. Die Stacks sind 450.000 / 250.000 / 180.000 / 120.000 (45% / 25% / 18% / 12%), und es sind noch $2.300 Preisgeld offen, ausgezahlt als $1.000 / $600 / $400 / $300. Gib das oben in den ICM-Rechner ein, und seine Spalte „Chip Chop“ stellt die beiden Zahlen nebeneinander:

SpielerChip ChopICM DealDiff.
🥇 Chipleader (45%)$1.035$726-$309
🥈 2. (25%)$575$591+$16
🥉 3. (18%)$414$526+$112
4. (12%)$276$458+$182

Ein roher Chip Chop teilt nach Chipanteil und begünstigt den Chipleader; ein ICM Deal spiegelt die Wahrscheinlichkeit jedes Spielers wider, auf jedem Platz zu landen, und ist fairer gegenüber Short Stacks. Hier bekommt der kürzeste Stack nach Chips $276, nach ICM aber $458 – $182 mehr. Rechne beide Zahlen aus, bevor du verhandelst. Was am Tisch „Chip Chop“ genannt wird, ist oft ein Save-and-Chop: Zuerst bekommt jeder das nächste auszuzahlende Preisgeld (hier die $300 für Platz 4), und nur der Rest wird nach Chips geteilt – das landet nahe bei ICM, nicht bei der rohen Aufteilung in dieser Spalte. Und ICM unterstellt gleiches Können und ignoriert, wer als Nächstes die Blinds zahlt, also wird der Big Stack über seiner ICM-Zahl verhandeln wollen.

Das Modell hinter diesen Zahlen – mit Bubble Factor und Deal-Etikette – steht im ICM-Guide

Tools

So nutzt du die 9 Hold'em-Rechner

🎲

Equity-Rechner (Hand gegen Hand)

Gib 2–4 Hände und ein beliebiges Board ein, und du bekommst Win %, Split % und Equity jeder Hand. Sind alle Hände bekannt, werden Flop und Turn exakt durchgezählt; preflop oder gegen eine zufällige Hand zieht der Rechner 60.000 Runouts als Stichprobe und weist das unter dem Ergebnis aus.

🎯

Outs-Rechner

Berechnet exakt, wie wahrscheinlich dein Draw am Flop oder Turn ankommt. Du siehst die Faustregel (× 4 und × 2) und die exakte Zahl auf einen Blick.

💰

Pot Odds & Implied Odds

Entscheide mit Mathe, ob du callst oder foldest; der Implied-Odds-Schalter rechnet das Geld dazu, das du auf späteren Streets noch zu gewinnen erwartest.

🃏

Hand-Ranking

Wähle Karten und prüfe den Rang der Hand. Bis zu 7 Karten eingeben – die beste 5-Karten-Kombination wird automatisch gefunden.

📊

Starthand-Stärke

Wähle deine zwei Hole Cards und sieh, welche der 169 Hände es ist und welche Aktion je Position empfohlen wird.

📐

SPR (Stack-to-Pot-Ratio)

Das Verhältnis von Stack zu Pot sagt dir, wie stark deine Hand sein muss. Je niedriger der SPR, desto eher lohnt es sich, mit einer starken Hand zu committen.

🏆

Turnier-M

Harringtons M misst den Druck auf deinen Turnierstack. Zwischen grüner, gelber, oranger, roter und toter Zone ändert sich deine Strategie komplett.

📈

ICM-Rechner

Das Independent Chip Model rechnet Turnierchips in echten Preisgeldwert um – mit einer Chip-Chop-Spalte daneben: die Zahlen hinter Bubble-Entscheidungen und Deal-Gesprächen am Final Table.

⚡

Nash-Push/Fold-Chart

Ein 13×13-Nash-Chart für Heads-up, 6-max und 9-max: welche Hände du bei 1–25bb open-shovst (und heads-up, mit welchen du callst). Pflicht für die späte Turnierphase.

Schnellreferenz

Equity-Rechner: Preflop-All-in-Matchups

Equity, wenn zwei Hände preflop all-in gehen – gemittelt über jede Farbkombination des Matchups (offline vorberechnet: alle 1.712.304 Boards pro Zeile). Eine bestimmte Farbkombination kann um mehr als zwei Punkte abweichen (A♠K♠ gegen Q♠J♠: 66,0%) – gib die genauen Karten oben im Tab „Equity“ ein.

MatchupHand AHand BSplit
AA vs KK81,9%18,1%0,5%
AA vs AKs87,9%12,1%1,3%
AA vs 87s77,5%22,5%0,3%
AA vs 72o88,2%11,8%0,4%
KK vs AKs65,9%34,1%0,8%
QQ vs AKo56,8%43,2%0,4%
QQ vs AKs54,0%46,0%0,4%
JJ vs TT82,0%18,0%0,4%
TT vs A9o72,2%27,8%0,4%
TT vs 87s80,3%19,7%0,5%
22 vs AKo52,6%47,4%0,6%
AKo vs AQo74,4%25,6%4,7%
AKs vs QJs63,5%36,5%0,5%
AKo vs JTs59,5%40,5%0,5%

Die Equity ist dein durchschnittlicher Anteil am Pot, Splits eingerechnet. Ein niedriges Paar gegen zwei Overcards ist das klassische Rennen und kommt einem echten Coinflip am nächsten; ein Paar gegen ein höheres Paar ist mit etwa 4,5 zu 1 Underdog. Die vollständige Odds-Tabelle, Street für Street, steht in Poker Wahrscheinlichkeiten Tabelle.

Schnellreferenz

Asse gegen zufällige Hände – nach Zahl der Gegner

Die Equity von AA – sein Anteil am Pot, Splits anteilig gezählt –, wenn preflop alle all-in sind gegen N zufällige Hände (Monte Carlo, 8.000.000 Runouts pro Zeile). Die ersten beiden Caller kosten die Asse je rund 10 Punkte; danach kostet jeder weitere weniger.

GegnerAA-Equity
185,2%
273,4%
363,8%
455,9%
549,2%
643,6%
738,7%
834,6%

Genau deshalb wollen Asse einen Heads-up-Pot: gegen fünf zufällige Hände besitzt die beste Starthand im Hold'em nicht einmal mehr die Hälfte des Pots (49,2% Equity, die anderen fünf teilen sich den Rest). Setz im Tab „Equity“ einen Gegner auf „Zufällige Hand“, um jede Hand genauso zu testen (bis zu drei Gegner). Warum große Hände in Multiway-Pots schrumpfen, steht in Equity im Poker erklärt.

Schnellreferenz

Outs-Rechner: Draw-Odds nach Zahl der Outs

Wie wahrscheinlich dein Draw ankommt: Flop → River (zwei Karten kommen noch), Flop → Turn (nur die nächste Karte) und Turn → River (eine Karte) – exakt, daneben die Schätzung mit der Faustregel. Erst Outs zählen, dann die Zeile lesen.

OutsTypischer DrawFlop → RiverFlop → TurnTurn → RiverFaustregel 4 · 2
1–4,3%2,1%2,2%4% · 2%
2Pocket Pair → Set8,4%4,3%4,3%8% · 4%
3Eine Overcard12,5%6,4%6,5%12% · 6%
4Gutshot16,5%8,5%8,7%16% · 8%
5Paar → Zwei Paare oder Drilling20,4%10,6%10,9%20% · 10%
6Zwei Overcards24,1%12,8%13,0%24% · 12%
7–27,8%14,9%15,2%28% · 14%
8Open-Ended Straßendraw31,5%17,0%17,4%32% · 16%
9Flushdraw35,0%19,1%19,6%36% · 18%
10Gutshot + zwei Overcards38,4%21,3%21,7%40% · 20%
11Open-Ended + eine Overcard41,7%23,4%23,9%44% · 22%
12Flushdraw + Gutshot45,0%25,5%26,1%48% · 24%
13–48,1%27,7%28,3%52% · 26%
14Open-Ended + zwei Overcards51,2%29,8%30,4%56% · 28%
15Flushdraw + Open-Ended54,1%31,9%32,6%60% · 30%
16–57,0%34,0%34,8%64% · 32%
17–59,8%36,2%37,0%68% · 34%
18–62,4%38,3%39,1%72% · 36%
19–65,0%40,4%41,3%76% · 38%
20–67,5%42,6%43,5%80% · 40%

Der Zwei-Karten-Wert gilt nur, wenn du beide Karten siehst, ohne noch einmal zu zahlen (ein All-in). Stehst du am Flop vor einer Bet, nimm die Spalte Flop → Turn: 9 Outs = 19,1%. Overcards sind die unzuverlässigsten Outs – gegen eine fertige Hand verliert eine gepaarte Overcard oft trotzdem, also rabattiere sie. Wie du Outs zählst, ohne doppelt zu zählen, steht in Outs zählen im Poker.

Schnellreferenz

Pot-Odds-Rechner: Pot und Call eingeben, Mindest-Equity ablesen

Stehst du vor einer Bet dieser Größe, ist das die Mindest-Equity, mit der ein Call Break-even läuft: Call ÷ (Pot nach der Bet + Call). Beides ist angegeben – als Odds und als die Equity, die sie verlangen; der Rechner gibt die Equity-Form aus. Vergleiche sie mit den exakten Odds deines Draws in der Outs-Tabelle darüber.

Bet-GrößeOdds (X : 1)Benötigte Equity
¼ Pot5 : 116,7%
⅓ Pot4 : 120,0%
½ Pot3 : 125,0%
⅔ Pot2,5 : 128,6%
¾ Pot2,33 : 130,0%
Pot2 : 133,3%
1,5× Pot1,67 : 137,5%
2× Pot1,5 : 140,0%
3× Pot1,33 : 142,9%

Ein Flushdraw (35,0% mit zwei kommenden Karten, 19,1% auf der nächsten) callt eine potgroße Bet am Flop nur dann, wenn es all-in geht. Sonst rechnet der Implied-Odds-Rechner – der Schalter im Tab „Pot Odds“ – das Geld dazu, das du später noch zu gewinnen erwartest, vorausgesetzt dein Gegner hat Chips dahinter und eine Hand, die zahlt; rabattiere stark, wenn du nicht auf die Nuts ziehst. Die 10-Sekunden-Methode für jeden Spot steht in Pot Odds berechnen.

Schnellreferenz

SPR-Rechner: wie stark deine Hand sein muss

Der SPR ist effektiver Stack ÷ aktueller Pot, wobei der effektive Stack der kürzere der beiden Stacks ist – alles, was einer der beiden Spieler gewinnen oder verlieren kann. Je niedriger er ist, desto mehr von diesem Stack steckt schon drin und desto schwächer darf die Hand sein, mit der du ihn riskierst; je höher, desto näher an den Nuts musst du für einen großen Pot sein. Lies die Zonen als Flop-Planung: auf einem nassen oder gepaarten Board bleibt ein Paar ein Paar.

SPRZoneHandstärke · Aktion
SPR < 4CommittedTop Pair Top Kicker oder besser auf einem trockenen Flop: plane, den Rest reinzubekommen – bei dieser Tiefe ist Folden oft der größere Fehler
4 ≤ SPR < 8FlexibelZwei Paare oder besser für Value; ein Paar spielt ein bis zwei Streets, dann Pot Control
8 ≤ SPR < 15Wird deepSets und besser spielen um Stacks; Draws gewinnen Implied Odds
SPR ≥ 15DeepGroße Pots nur mit Nut-Klasse – schwache fertige Hände sind Bluff-Ziele

Der SPR-Rechner oben macht aus jedem Stack und Pot eine dieser vier Zonen. Ranges nach Stacktiefe findest du in Short Stack & Push/Fold.

Schnellreferenz

M-Ratio-Rechner: die fünf Turnierzonen

M ist dein Stack ÷ die Kosten eines Orbits (Small Blind + Big Blind + alle Antes): wie viele Orbits du überlebst, ohne eine Hand zu spielen. Die Zonen setzen einen vollen Neuner- oder Zehnertisch voraus; short-handed multiplizierst du M zuerst mit (Spieler ÷ 10) – Harringtons Effective M –, ein M von 10 an einem Final Table zu sechst spielt sich also wie eine 6 (der Tab „Turnier-M“ zeigt das rohe M; diese Umrechnung machst du selbst).

ZoneMStrategie
💀 Tote Zone< 1Die Fold Equity ist weg – shove die beste spielbare Hand, die du noch bekommst, bevor die Blinds dich erreichen, am besten first-in
🔴 Rote Zone1–5Push/Fold: shove deine guten Hände, fold den Rest, du brauchst bald ein Double-up
🟠 Orange Zone6–9Auf starke Hände verengen und nach Spots für einen Open-Shove suchen
🟡 Gelbe Zone10–19Der Druck steigt – sammle in guten Spots aggressiv Chips
🟢 Grüne Zone20+Komfortabler Stack – volles Arsenal, Positionsspiel und Bluffs

Warum Turnierstacks in Orbits und Blinds gemessen werden statt in Chips, steht in Turnier oder Cash Game?.

FAQ

ICM-Rechner & Hold'em-Rechner – häufige Fragen

Q. Wie rechnet ein Poker-Odds-Rechner?+

Er teilt jede Karte aus, die noch kommen kann, und zählt, wie oft welche Hand gewinnt. Sind alle Hände bekannt, zählt dieser Rechner am Flop und am Turn jeden möglichen Runout exakt durch (heads-up 990 am Flop, 44 am Turn; mit mehr Spielern weniger, und am River steht das Board schon). Preflop gibt es pro Matchup 1,7 Millionen Boards, und ein Gegner mit zufälliger Hand vervielfacht das noch einmal – in diesen Spots zieht er stattdessen 60.000 zufällige Runouts als Stichprobe und weist das unter dem Ergebnis aus; der Wert schwankt dann von Rechnung zu Rechnung um etwa 0,3 Punkte.

Q. Wie stehen die Odds bei AA gegen KK?+

Pocket Asse sind preflop gegen Pocket Könige etwa 82% Favorit: im Mittel über alle Farbkombinationen gewinnen sie 81,7% der Fälle allein und teilen in etwa 0,5% den Pot – zusammen 81,9% Equity. AA gegen AK suited steht etwa 88 zu 12, und KK gegen AK suited etwa 66 zu 34.

Q. Ist AK gegen ein Pocket Pair ein Coinflip?+

Nah dran gegen jedes Paar unter Assen und Königen, aber nie genau 50/50. AK offsuit hat etwa 46–47% Equity gegen 22–44, rund 45% gegen 55–99 und rund 43% gegen TT–QQ; mit AK suited kommen etwa 2,5–3 Punkte dazu. Gegen KK fällt es auf etwa 30% und gegen AA auf etwa 7% – der Begriff passt also nur auf die Paare, über denen Ass und König beide stehen.

Q. Warum weicht die Faustregel von der Zahl im Rechner ab?+

Weil der Rechner jede noch kommende Karte durchzählt und die Faustregel rundet: × 4 am Flop, × 2 am Turn. Die × 4-Hälfte bleibt bis 9 Outs innerhalb von etwa einem Punkt und driftet danach rund einen Punkt pro Out ab; die × 2-Hälfte liegt zu niedrig, und zwar umso mehr, je mehr Outs du hast: bei 9 Outs etwa 1,6 Punkte, bei 15 Outs etwa 2,6. Und × 4 gilt ohnehin nur, wenn du beide Karten siehst, ohne noch einmal zu zahlen. Am Tisch reicht die Faustregel – zum Nachrechnen danach nimm die exakten Werte je Street aus der Outs-Tabelle weiter oben.

Q. Warum zeigt der Outs-Rechner für einen Flushdraw drei verschiedene Prozentwerte?+

Weil drei verschiedene Fragen dahinterstecken. Mit 9 Outs kommt ein Flushdraw vom Flop bis zum River in 35,0% der Fälle an – diese Zahl gilt aber nur, wenn du beide Karten siehst, ohne noch einmal zu zahlen. Stehst du am Flop vor einer Bet, zählt die nächste Karte allein: 19,1%. Und vom Turn zum River sind es 19,6%. Der Rechner gibt dir alle drei, damit du nicht die All-in-Zahl auf einen Spot anwendest, in dem noch Setzrunden kommen.

Q. Welche Formel benutzt der Pot-Odds-Rechner?+

Call-Betrag ÷ (Pot nach der Bet + Call-Betrag) = die Mindest-Equity, die du brauchst. Ein Call von 3.000 in einen Pot, in dem inklusive der Bet schon 10.000 liegen, ergibt 3.000 ÷ 13.000 ≈ 23,1%. Kann danach nicht mehr gesetzt werden (etwa bei einem All-in), ist der Call profitabel, sobald deine Equity über 23,1% liegt. Eine potgroße Bet verlangt immer 33,3%, eine halbe 25%.

Q. Welche Pot Odds brauche ich, um mit einem Flushdraw zu callen?+

Stehst du am Flop vor einer einzelnen Bet, zählt nur die nächste Karte: 9 Outs treffen in 19,1% der Fälle, du brauchst also Pot Odds besser als etwa 4,2 zu 1 – oder Implied Odds, die die Lücke schließen, was Chips hinter dem Gegner und eine Hand voraussetzt, die auch zahlt. Rabattiere stark, wenn du nicht auf die Nuts ziehst: ein zweitbester Flush, der bezahlt wird, verliert weit mehr, als er gewinnt. Siehst du garantiert beide Karten (ein All-in), gilt stattdessen der Wert von 35,0%.

Q. Wie benutze ich den Implied-Odds-Rechner?+

Öffne den Tab „Pot Odds“ und schalte „Implied Odds“ an, dann gib den Betrag ein, den du zusätzlich auf späteren Streets zu gewinnen erwartest, wenn du triffst. Der Rechner addiert ihn zum Pot und senkt die Equity, die dein Call jetzt braucht. Bleib bei diesem Betrag ehrlich: Er zählt nur, wenn dein Gegner so viel dahinter hat und auch wirklich zahlt, sobald dein Draw ankommt.

Q. Wie prüfe ich, welche Pokerhand gewinnt?+

Gib im Tab „Equity“ beide Hole Cards und alle fünf Boardkarten ein: Bei komplettem Board nennt er den Gewinner und die gewinnende Hand oder meldet einen Split Pot. Willst du nur eine einzelne Hand bewerten, gib 5–7 Karten in den Tab „Hand-Ranking“ ein – die beste Fünf-Karten-Kombination findet er automatisch.

Q. Wie benutze ich den ICM-Rechner?+

Gib Spielerzahl, Stacks und die Auszahlungen für Platz 1–6 ein. Für Call oder Fold gewichtest du deinen Wert nach jedem möglichen Ausgang (Sieg, Split oder Niederlage) mit dessen tatsächlicher Wahrscheinlichkeit und vergleichst die Summe mit deinem Wert nach einem Fold. Bei einem Bust zählt das tatsächlich ausgezahlte Preisgeld, nicht automatisch null.

Q. Was bedeutet der „ICM-Wert“ in diesem Rechner?+

Der ICM-Wert ist dein erwarteter Anteil am verbleibenden Preisgeld, berechnet aus den Wahrscheinlichkeiten der möglichen Platzierungen. Er ist kein garantierter Gewinn und muss nicht deinem Chipanteil entsprechen.

Q. Wann sollte man den ICM-Rechner benutzen?+

Immer dann, wenn die Auszahlungen an der Platzierung hängen und das Geld nah ist: auf der Bubble, am Final Table, wenn ein Deal vorgeschlagen wird, und in Satellites, wo jeder Platz gleich viel zahlt. Für Cash Games gilt er nicht – dort ist ein Chip immer seinen Nennwert wert.

Q. Rechnet dieser Rechner in Chips oder in Preisgeld?+

ICM bewertet Preisgeld, Chip-EV dagegen Chips. Ein Call kann in Chips profitabel sein und trotzdem erwartetes Preisgeld verlieren. Bei einem Bust zählt das tatsächlich erhaltene Preisgeld; bereits gesicherte Auszahlungen verschwinden nicht.

Q. Ich bin Chipleader – warum liegt mein ICM-Wert unter meinem Chipanteil?+

Der Sieger erhält nur den ersten Preis, nicht den ganzen Preispool. Dadurch kann der Preisgeldanteil des Leaders kleiner als sein Chipanteil sein. Im Bubble-Beispiel sind es 40% der Chips und 33,3% des Preisgeldes. Das ist keine Regel für jede Auszahlungsstruktur.

Q. Wie berechne ich einen ICM-Deal am Final Table?+

Gib die aktuellen Stacks und die verbleibenden Preisgelder ein; der „ICM-Wert“ jedes Spielers ist der Ausgangsbetrag für den Deal. In der Praxis lässt der Tisch meist eine vereinbarte Summe stehen – oft die Lücke zwischen Platz 1 und 2 –, um die weitergespielt wird, und der Floor stoppt die Uhr und bestätigt, dass alle verbliebenen Spieler einverstanden sind, bevor etwas ausgezahlt wird.

Q. Warum zeigt der Rechner Chip Chop und ICM Deal nebeneinander?+

Damit du die Lücke siehst, bevor du verhandelst: Im Beispiel oben bekommt der kürzeste Stack nach Chips $276, nach ICM aber $458. Was ein Raum mit „Chip Chop“ meint, ist dabei unterschiedlich – vielerorts bekommt zuerst jeder das nächste auszuzahlende Preisgeld und nur der Rest wird nach Chips geteilt, was nahe bei ICM landet und nicht bei der rohen Aufteilung dieser Spalte. Frag also nach, welche der beiden Rechnungen am Tisch gemeint ist.

Q. Wie sehe ich im Rechner, dass ein Call an der Bubble verliert?+

Ein Call kann an der Bubble in Chips gewinnen und trotzdem erwartetes Preisgeld kosten. Vergleiche die mit den tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten gewichteten Werte aller Ausgänge mit dem Fold-Wert; die Tabelle allein zeigt diesen Vergleich nicht. Mittelstacks tragen oft die höchste Risikoprämie, während ein Stack kurz vor dem Wegblinden eine Ausnahme ist. Opens und Re-Shoves nur nach Stackabdeckung und gegnerischen Call-Ranges erweitern, nicht automatisch.

Q. Darf man am Pokertisch einen Rechner benutzen?+

In Turnieren nach TDA-Regeln nicht. Die Fassung 2024 der Regeln der Poker Tournament Directors Association (Regel 5) hält fest, dass Betting-Apps, Charts und andere Poker-Strategie-Tools am Tisch nicht benutzt werden dürfen und ein Spieler auch von keiner anderen Person oder Quelle Strategiedaten erhalten oder verwenden darf; wer eine lebende Hand hat, darf zudem kein elektronisches oder Kommunikationsgerät bedienen oder damit interagieren, und all das unterliegt ohnehin den Hausregeln und den Vorgaben der Glücksspielaufsicht. Dieser Rechner ist also fürs Vorbereiten davor, fürs Nachrechnen danach und fürs Lernen – am Tisch zählen die Faustregel im Kopf und die Tabellen oben, die du dir eingeprägt hast.