Als ich das erste Mal in einem Live-Spiel saß, hätte der Tisch genauso gut eine andere Sprache sprechen können. Jemand saß „under the gun“, ein anderer hatte „den Cutoff ge-3-bettet“, der Dealer fragte, ob ich „run it twice“ wollte, und als ich mit Kings verlor, hieß es, das sei „nicht mal ein Bad Beat, nur ein
Cooler“. Ich nickte, als hätte ich verstanden. Hatte ich nicht.
Poker hat sein eigenes Vokabular, und es zu kennen bringt zwei Dinge: Es verhindert, dass du wie ein
Fish aussiehst, und es lässt dich der Strategie folgen, die dir Geld bringt. Dieses Lexikon sammelt die Pokerbegriffe, die an einem Texas-Hold'em-Tisch wirklich vorkommen – gruppiert danach, wie du ihnen tatsächlich begegnest, nicht bloß als eine riesige A-bis-Z-Wand hingeworfen. Beginn mit den Begriffen, die am häufigsten verwechselt werden, dann stöber in der Kategorie, die du brauchst. Wo ein Begriff einen ganzen Guide hat, findest du einen Link direkt dorthin.
Das Lexikon auf einen Blick
Welche Poker-Begriffe werden am häufigsten verwechselt?
Kurze Antwort
Acht Paare stiften am Tisch die meiste Verwirrung: Check vs. Call, Blind vs. Ante, Set vs. Trips, Cooler vs. Bad Beat, Value Bet vs. Bluff, Pot Odds vs. Implied Odds, VPIP vs. PFR und die Zählweise der 3-Bet. Wer diese acht sauber trennt, versteht schon den größten Teil des Tischgesprächs – und spart sich die teuersten Anfängerfehler.
| Diese werden verwechselt | Der Unterschied |
|---|---|
| Check vs. Call | Ein Check riskiert keine Chips – möglich nur, solange keine Bet läuft; ein Call gleicht eine bestehende Bet aus. |
| Blind vs. Ante | Blinds sind positionale Pflichteinsätze (SB/BB); Antes füttern den Pot und kommen von allen (im modernen Turnier meist als Big Blind Ante). |
| Set vs. Trips | Beide sind ein Drilling – ein Set nutzt ein Pocket Pair; Trips nutzt eine Hole Card + ein Paar auf dem Board. |
| Cooler vs. Bad Beat | Ein Cooler = du lagst hinten und konntest nicht folden; ein Bad Beat = du lagst vorn und wurdest outgedrawt. |
| Value Bet vs. Bluff | Eine Value Bet will einen Call von einer schwächeren Hand; ein Bluff will, dass bessere Hände folden. |
| Pot Odds vs. Implied Odds | Pot Odds zählen nur die Chips, die jetzt im Pot sind; Implied Odds addieren, was du später gewinnst. |
| VPIP vs. PFR | VPIP = wie oft du spielst; PFR = wie oft du raist. PFR kann VPIP nie übersteigen. |
| Das Zählen der 3-Bet | Die Blinds sind Bet 1, der Open-Raise ist Bet 2, also ist der Re-Raise die 3-Bet (nicht der erste Raise). |

Was bedeuten die Setzaktionen: Check, Bet, Call, Raise und Fold?
Kurze Antwort
Wie viele Optionen du hast, hängt davon ab, ob schon eine Bet läuft. Ist die Setzrunde noch offen, kannst du checken (nichts setzen) oder betten. Liegt bereits eine Bet, bleiben dir callen, raisen oder folden. Alles andere – 3-Bet, C-Bet, Check-Raise, Shove – sind nur Namen für bestimmte Kombinationen dieser fünf Grundaktionen.
Die genaue Reihenfolge, in der sie am Tisch fallen, steht in der
Reihenfolge der Setzaktionen.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Check | Die Aktion weitergeben, ohne zu setzen – nur möglich, wenn in dieser Runde noch keine Bet erfolgt ist. |
| Bet | Als Erster in einer Setzrunde Chips in den Pot legen. |
| Call | Die aktuelle Bet ausgleichen, um in der Hand zu bleiben. |
| Raise | Die aktuelle Bet erhöhen und andere zwingen, mehr mitzugehen oder zu folden. |
| Fold | Deine Hand und jeden Anspruch auf den Pot aufgeben. |
| All-in | Alle deine Chips einsetzen; du kannst nur den Teil des Pots gewinnen, den du gedeckt hast (siehe Side Pot). |
| Limp | Preflop einsteigen, indem du nur den Big Blind callst statt zu raisen – meist ein schwaches, passives Spiel. |
| Open (Open-Raise) | Als erster Spieler mit einem Raise in den Pot einsteigen. |
| 3-Bet | Der Re-Raise nach einem Open (die dritte Bet, wenn man die Blinds als erste zählt). |
| 4-Bet | Ein Re-Raise auf eine 3-Bet. |
| C-Bet | Eine „Continuation Bet“ auf dem Flop vom Spieler, der preflop geraist hat. |
| Donk Bet | Out of position in den Aggressor der vorherigen Street hineinsetzen (früher als Fehler gesehen, heute ein Tool mit geringer Frequenz). |
| Value Bet | Eine Bet mit einer starken Hand in der Hoffnung, von einer schwächeren gecallt zu werden. |
| Bluff / Semi-Bluff | Ein Bluff bettet eine schwache Hand, um bessere zum Folden zu bewegen; ein Semi-Bluff tut das mit einem Draw, der sich noch verbessern kann. |
| Check-Raise | Checken, dann raisen, nachdem ein Gegner bettet – eine starke, täuschende Linie (in modernen Cardrooms erlaubt). |
| Min-Raise | Der kleinste legale Raise. |
| String Bet | Ein nicht angesagter Einsatz in mehreren Bewegungen. Es gilt nur der Betrag der ersten Bewegung – meist ist das ein Call. Vermeidbar, indem du vorher „Raise“ ansagst. |
| Jam / Shove | All-in gehen. |
| Snap Call | Ein sofortiger Call ohne jedes Zögern. |
| Hero Call | Mit einer schwachen Hand callen, weil du den Gegner als Bluffer gelesen hast. |
Was bedeuten die Positionen am Tisch – von UTG bis Button?
Kurze Antwort
Die Position sagt, wann du an der Reihe bist. UTG sitzt links vom Big Blind und handelt vor dem Flop als Erster; der Button handelt nach dem Flop als Letzter und hat damit die stärkste Position überhaupt. Dazwischen liegen Lojack, Hijack und Cutoff. Je später du handelst, desto mehr Information hast du – und desto weiter darf deine Range werden.
Wie du diesen Vorteil wirklich in Chips umsetzt, zeigt das Positionsspiel.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Button (BTN) | Die Dealer-Position; handelt postflop zuletzt – der beste Platz am Tisch. |
| Small Blind (SB) | Pflichteinsatz links vom Button; handelt postflop zuerst (schlechtester Postflop-Platz). |
| Big Blind (BB) | Der größere der beiden Blinds; die Stakes werden nach den Blind-Größen benannt (€1/€2), und ein Big Blind ist die Standardeinheit zum Messen von Stacks. |
| UTG (Under the Gun) | Handelt preflop als Erster – braucht die engste Opening-Range. |
| Cutoff (CO) | Rechts vom Button; zweitbester Platz, super zum Blindstehlen. |
| Hijack (HJ) | Zwei Plätze rechts vom Button; Middle Position (MP), direkt vor dem Cutoff. |
| Lojack (LJ) | Rechts vom Hijack; ebenfalls Middle Position (MP) – die Bezeichnungen verschieben sich mit der Tischgröße. |
| Early / Middle / Late | Gruppierungen danach, wie früh du handelst – Early = am engsten, Late = am weitesten und profitabelsten. |
| In / Out of Position | Du bist in Position, wenn du nach deinem Gegner handelst, out of Position, wenn du zuerst handelst. |
Die vollständige Sitzordnung findest du im
Guide zu den Tischpositionen.
Was bedeuten Hole Cards, Board, Draw und „die Nuts“?

Kurze Antwort
Deine zwei verdeckten Karten heißen Hole Cards, die fünf offenen in der Mitte Community Cards oder Board. Aus diesen sieben Karten baust du die beste Fünf-Karten-Hand. Eine fertige Hand heißt Made Hand, eine, die sich erst noch verbessern muss, Draw. Und die Nuts ist die bestmögliche Hand, die es auf dem aktuellen Board überhaupt gibt.
Neu im Ablauf der Streets? Beginn mit der Reihenfolge des Spiels.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Hole Cards | Deine zwei privaten, verdeckten Karten. |
| Community Cards | Die fünf geteilten, offenen Karten, die jeder nutzt. |
| Flop / Turn / River | Die ersten drei geteilten Karten / die vierte / die fünfte und letzte. |
| The Nuts | Die bestmögliche Hand auf dem aktuellen Board (kann sich auf späteren Streets ändern). |
| Kicker | Eine Beikarte, die Gleichstände zwischen ansonsten gleichen Händen bricht (siehe Tie-Breaker). |
| Pocket Pair | Zwei Hole Cards desselben Rangs. |
| Overpair | Ein Pocket Pair, das höher ist als jede Karte auf dem Board. |
| Top Pair | Die höchste Board-Karte mit einer Hole Card paaren. |
| Set | Ein Drilling aus einem Pocket Pair + einer Board-Karte (gut getarnt). |
| Trips | Ein Drilling aus einer Hole Card + einem Paar auf dem Board (schwächere Kicker-Kontrolle). |
| Two Pair (Zwei Paare) | Zwei verschiedene Paare. |
| Made Hand | Eine schon fertige Hand, im Gegensatz zu einem Draw. |
| Draw | Eine Hand, die sich verbessern muss – z. B. ein Flushdraw (vier Karten zum Flush) oder ein Straßendraw. |
| Gutshot | Ein Straßendraw mit einer Lücke in der Mitte, der genau einen Rang braucht (4 Outs). |
| Open-Ender | Ein beidseitig offener Straßendraw, an beiden Enden vervollständigbar (8 Outs). |
| Backdoor | Ein Draw, der zwei aufeinanderfolgende Karten braucht (Turn und River). |
| Overcard | Eine Karte, die höher ist als das Board. |
| Suited Connectors | Zwei aufeinanderfolgende Karten gleicher Farbe (z. B. 8♥9♥). |
| Broadway | Die 10-J-Q-K-A-Straße, die höchste Straße. |
| The Wheel | Die A-2-3-4-5-Straße, die niedrigste Straße (das Ass spielt tief). |
| Cooler | Eine große Hand, die ohne Fehlspiel gegen eine noch größere verliert – ganzer Guide. |
| Bad Beat | Als großer Favorit gegen einen Glücksdraw verlieren – ganzer Guide. |
Lernst du noch, was was schlägt? Der Guide zu den Hand-Rankings hat die vollständige Reihenfolge.
Was bedeuten Fish, Shark, Nit und Whale? Der Slang für Spielertypen

Kurze Antwort
Der Tisch-Zoo beschreibt Spielstile, keine Menschen. Ein Fish ist ein schwacher Freizeitspieler, ein Shark ein starker Gewinner, ein Whale ein zahlungskräftiger Fish an hohen Stakes und eine Calling Station jemand, der viel zu oft callt und fast nie raist. Ein Nit ist dagegen kein Fish – er spielt extrem tight, verliert wenig und gewinnt wenig.
Die vollständige Aufschlüsselung findest du im Fish-Guide.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Fish | Ein schwacher, verlierender Freizeitspieler – die Profitquelle des Tisches. |
| Shark | Ein starker, gewinnender Spieler, der schwächere ausnimmt. |
| Whale | Ein wohlhabender, schwacher Freizeitspieler an großen Stakes – ein „Fish mit tiefen Taschen“. |
| Nit | Ein extrem tighter Spieler, der nur Premium-Hände spielt. |
| Donkey (Donk) | Ein abwertender Begriff für einen schlechten, unerfahrenen Spieler. |
| Calling Station | Ein passiver Spieler, der viel zu oft callt und selten foldet oder raist. |
| Reg | Ein „Regular“ – ein gewohnheitsmäßiger, meist kompetenter Spieler an einem Stake. |
| Grinder | Ein Spieler, der durch stetiges Volumen und Disziplin Profit macht. |
| LAG / TAG | Loose-Aggressive / Tight-Aggressive – zwei gewinnende aggressive Stile. |
| Maniac | Ein hyperaggressiver Spieler, der wild raist und blufft. |
| Mark | Der schwache Spieler, dem der Tisch Geld abnehmen will. |
Was bedeuten Blinds, Buy-in, Rake und Bankroll?
Kurze Antwort
Das sind die Geld-Begriffe. Blinds sind die Pflichteinsätze, die die Action starten und dem Spiel seinen Namen geben (€1/€2). Der Buy-in ist der Betrag, mit dem du einsteigst, der Stack das, was vor dir liegt, und die Bankroll dein gesamtes Pokergeld abseits des Tisches. Der Rake ist der Anteil, den das Haus aus jedem Pot nimmt.
Die große Gabelung dahinter ist
Cash Game vs. Turnier.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Blinds | Die Pflichteinsätze von SB und BB, die die Action starten – auch der Name für Stake-Level (Blinds erklärt). |
| Ante | Ein kleiner Pflichteinsatz, um den Pot zu füttern, getrennt von den Blinds – im modernen Turnier meist als Big Blind Ante von einem einzigen Spieler gezahlt. |
| Pot | Die gesamten Chips, um die gespielt wird. |
| Side Pot | Ein getrennter Pot, der entsteht, wenn ein Spieler all-in ist und andere weiterbetten. |
| Stack | Die Chips vor einem Spieler. |
| Bankroll | Das Geld, das insgesamt fürs Poker beiseitegelegt ist – nicht die Chips auf dem Tisch. |
| Buy-in | Der Betrag, der nötig ist, um in ein Spiel oder Turnier einzusteigen. |
| Rake | Der Anteil des Hauses an jedem Pot – ganzer Guide. |
| Rakeback | Eine Rückvergütung, die einen Teil des gezahlten Rakes zurückgibt. |
| Straddle | Ein optionaler Blind (meist 2× BB), der die letzte Preflop-Action kauft – ganzer Guide. |
| Cash Game | Chips mit echtem Wert, jederzeit ein-/aussteigen, feste Blinds. |
| Turnier | Fester Buy-in, steigende Blinds, spielen bis du bustest oder gewinnst. |
| Freezeout | Ein Turnier ohne Rebuys – raus heißt raus. |
| Bounty (Knockout) | Ein Turnier, das für jeden Spieler, den du eliminierst, einen Preis zahlt. |
| Sit & Go (SNG) | Ein kleines Turnier, das startet, sobald es voll ist. |
| MTT | Ein Multi-Table-Turnier, das Tische zusammenlegt, wenn Spieler ausscheiden. |
| ICM | Das Independent Chip Model – rechnet Turnier-Chips nahe den Pay-Jumps in echtes Geld-Equity um. |
| Bad Beat Jackpot | Ein Promo-Preis, der ausgezahlt wird, wenn eine sehr starke Hand verliert – wie es funktioniert. |
Was bedeuten Showdown, Tilt, VPIP und die Etikette-Begriffe?
Kurze Antwort
Diese Wörter beschreiben, was gerade am Tisch passiert. Der Showdown deckt die Hände auf, Muck wirft sie verdeckt weg, ein Chop teilt den Pot. Tilt ist emotional getriebenes schlechtes Spiel, ein Tell ein verräterisches Signal. VPIP und PFR sind die beiden Stats, an denen du einen Gegner in Sekunden einordnest.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Showdown | Die Hände nach der letzten Bet aufdecken, um den Gewinner zu ermitteln (Showdown-Regeln). |
| Muck | Eine Hand verdeckt abwerfen. |
| Chop / Split Pot | Den Pot teilen, wenn Hände gleichstehen (Split Pots). |
| Slow Roll | Das Zeigen einer Gewinnerhand absichtlich verzögern, um zu verhöhnen – ein schwerer Etikette-Verstoß. |
| Tilt | Emotional getriebenes schlechtes Spiel, meist nach einem Verlust. |
| Tell | Ein körperliches oder verhaltensbezogenes Signal, das Infos über eine Hand verrät. |
| Pot Odds | Das Verhältnis des Pots zu den Kosten eines Calls – wie man es berechnet. |
| Implied Odds | Pot Odds, angepasst um die Chips, die du auf späteren Streets zu gewinnen erwartest. |
| Equity | Dein prozentualer Anteil am Pot gerade jetzt (Wahrscheinlichkeits-Guide). |
| EV (Expected Value) | Das durchschnittliche Langzeitergebnis einer Entscheidung; +EV gewinnt auf lange Sicht. |
| VPIP | Wie oft ein Spieler freiwillig preflop Geld in den Pot legt – der Loose/Tight-Wert. |
| PFR | Wie oft ein Spieler preflop raist – der Aggressionswert (nie höher als VPIP). |
| GTO | Game Theory Optimal – eine ausbalancierte, unausbeutbare Strategie aus Solvern. |
| Range | Die gesamte Menge an Händen, die ein Spieler in einem Spot halten kann; Profis denken in Ranges, nicht in einzelnen Händen. |
| Cold Deck | Ein Pechdeal, der einen Cooler erzeugt (ursprünglich das vorpräparierte Deck eines Betrügers). |
| „Don't tap the glass“ | Kritisiere schwache Spieler nicht – du verschreckst die, an denen du verdienst. |
| Run it twice | All-in-Spieler teilen das restliche Board zweimal aus, jeweils für den halben Pot, um Varianz zu senken – nur im Cashgame, und alle Beteiligten müssen zustimmen. |
Was bedeuten ITM, GTD, PLO und die anderen Poker-Abkürzungen?
Kurze Antwort
Turnier- und Onlinepoker laufen fast vollständig auf Abkürzungen. GTD ist der garantierte Preispool, ITM heißt „in the money“ – du hast einen bezahlten Platz erreicht. PLO steht für Pot-Limit Omaha, PKO für ein Turnier mit wachsenden Kopfgeldern. Und Overlay bedeutet, dass der Room Geld zuschießt, weil die Buy-ins die Garantie nicht gedeckt haben.
Diese Kürzel stehen in jedem Turnierplan und in jeder Online-Lobby, werden aber praktisch nirgends erklärt. Hier sind die, die dir wirklich begegnen:
| Abkürzung | Wofür sie steht | Was sie für dich bedeutet |
|---|---|---|
| GTD | Guaranteed | Der garantierte Preispool. „100.000 € GTD“ wird ausgezahlt, egal wie viele Spieler tatsächlich antreten. |
| Overlay | – | Die Differenz, die der Room drauflegt, wenn die Buy-ins die Garantie nicht erreichen. Für dich geschenktes Geld – ein Overlay-Turnier ist der seltene Fall, in dem der Preispool größer ist als das, was die Spieler eingezahlt haben. |
| ITM | In The Money | Du hast die bezahlten Plätze erreicht. Bezahlt werden je nach Room und Format grob die obersten 10–20% des Feldes – große Online-Rooms zahlen eher 14–20% aus. |
| FT | Final Table | Der letzte Tisch eines Turniers, meist die letzten 8–9 Spieler. |
| Late Reg | Late Registration | Anmeldung nach dem Start, üblicherweise bis zu einem festgelegten Level. |
| Re-Entry | – | Nach dem Bust erneut anmelden – ein komplett neuer Eintrag mit vollem Startstack. |
| Rebuy | – | Chips nachkaufen, während du noch sitzt (meist nur bei oder unter Startstack, und nur in der Rebuy-Phase). |
| Add-on | – | Der einmalige Chip-Nachkauf am Ende der Rebuy-Phase – für alle, unabhängig von der Stackgröße. |
| Freezeout | – | Turnier ohne Rebuy und ohne Re-Entry. Raus heißt raus. |
| KO / PKO | (Progressive) Knockout | Kopfgeld auf jeden Spieler. Beim PKO wandert ein Teil jedes kassierten Kopfgelds auf deinen eigenen Kopf. |
| PLO | Pot Limit Omaha | Omaha mit vier Hole Cards, von denen du genau zwei benutzen musst; der maximale Einsatz ist die Potgröße. |
| ATS | Attempt To Steal | Ein Stat: wie oft ein Spieler aus Cutoff, Button oder Small Blind als Erster raist, um die Blinds zu stehlen. |
| ROI | Return On Investment | Deine Turnier-Rendite in Prozent: Nettogewinn geteilt durch die Summe aller Buy-ins. |
| BB/100 | – | Die Cashgame-Winrate: gewonnene Big Blinds pro 100 gespielte Hände. |
| Cap | – | Zwei Bedeutungen, die oft verwechselt werden: die Rake-Cap (Obergrenze dessen, was das Haus aus einem Pot nimmt, siehe Rake) und Cap-Games, in denen der Gesamteinsatz pro Hand gedeckelt ist. |
| Freeroll | – | Ein Turnier ohne Buy-in, aber mit echtem Preisgeld. (In der Strategie meint „Freeroll“ etwas anderes: eine Hand, die schlimmstenfalls splittet, aber nie verliert.) |
Wie viel dich das Spiel selbst kostet, steht im Rake-Guide; was ICM mit deinen Turnier-Chips macht, im ICM-Guide.
FAQ
Wohin als Nächstes
Dieses Lexikon ist die Karte; das eigentliche Lernen steckt in den Guides, die es verlinkt. Ein paar gute Startpunkte:
- •Die absoluten Grundlagen: wie man Texas Hold'em spielt und die Reihenfolge der Setzaktionen.
- •Hände: was was schlägt und die Tie-Breaker-Regeln.
- •Die Mathematik: Pot Odds, Outs und Wahrscheinlichkeit.
- •Der Slang, im Detail: Fish, Cooler, Bad Beat, Straddle und Rake.
- •Die Turnier-Abkürzungen in der Praxis: ICM, die Bubble und Turnier vs. Cashgame.

Rake
